Bad Sectors: Defekte Sektoren erkennen & Daten retten
Bad Sectors – defekte Sektoren – sind eine schleichende Bedrohung für Ihre Daten. Sie entstehen durch physischen Verschleiß, mechanische Beschädigungen oder elektronische Defekte. Eine Festplatte mit zunehmenden Bad Sectors ist akut ausfallgefährdet. Wir erklären, was es bedeutet und wie wir Daten von solchen Datenträgern retten.
Was sind Bad Sectors?
Eine Festplatte oder SSD ist in kleine Einheiten aufgeteilt: Sektoren (HDD, meist 512 Byte oder 4 KB) bzw. Pages (SSD, meist 4-16 KB). Wenn ein Sektor beschädigt ist und seine Daten nicht mehr fehlerfrei gelesen oder beschrieben werden können, spricht man von einem Bad Sector.
Zwei Arten von Bad Sectors
Soft Bad Sectors (logisch)
Hier ist der Sektor physisch intakt, aber die Daten oder Prüfsumme sind korrupt. Ein erneutes Beschreiben kann den Sektor wieder reparieren.
Hard Bad Sectors (physisch)
Der Sektor ist physisch beschädigt – Magnetschicht zerstört, Flash-Zelle ausgebrannt. Der Sektor kann nicht mehr verwendet werden.
Wie entstehen Bad Sectors?
- Verschleiß: Bei HDDs altersbedingte Magnetisierungs-Schwankungen; bei SSDs Verschleiß der Flash-Zellen
- Erschütterungen: Mini-Headcrashs während Schreibvorgängen
- Stromausfall während eines Schreibvorgangs
- Überhitzung der Datenträger
- Fertigungsfehler der Magnetscheiben oder Flash-Chips
Symptome
- Plötzliche Verlangsamung beim Lesen oder Schreiben
- Dateien lassen sich nicht öffnen oder kopieren ("CRC-Fehler")
- System hängt sich auf, "Klacken" beim Lesen
- Windows zeigt "Datei oder Verzeichnis ist beschädigt"
- S.M.A.R.T.-Werte mit "Reallocated Sectors" oder "Pending Sectors"
- Bluescreens oder unerwartete Neustarts
Bad Sectors prüfen
Mit Tools wie CrystalDiskInfo (Windows) oder Drive Genius (Mac) können Sie die S.M.A.R.T.-Werte Ihrer Festplatte einsehen. Achten Sie besonders auf:
- Reallocated Sectors Count (05): Anzahl ausgemusterter Sektoren – Warnsignal!
- Current Pending Sectors (197): Sektoren, die als problematisch erkannt aber noch nicht ausgemustert wurden
- Uncorrectable Sector Count (198): Endgültig defekte Sektoren
Was tun bei Bad Sectors?
Bad Sectors verschlimmern sich meist mit der Zeit. Sobald Sie sie bemerken: NICHT mehr mit dem Datenträger arbeiten. Daten kopieren, wenn noch möglich – sonst Datenrettung beauftragen.
Tools wie chkdsk oder fsck können bei logischen Bad Sectors helfen, machen aber bei physischen Bad Sectors die Sache oft schlimmer – weil sie aggressive Schreibversuche unternehmen.
Wie wir Datenträger mit Bad Sectors retten
Wir verwenden professionelle Imaging-Tools wie DDRescue, DeepSpar Disk Imager oder Atola Insight. Diese arbeiten extrem schonend: Sie überspringen problematische Sektoren zunächst und kommen später mit speziellen Strategien (mehrere Leseversuche, Zugriff aus verschiedenen Winkeln) zurück. So bekommen wir maximalen Datenertrag bei minimaler Belastung des Datenträgers.
Erfolgsquote
Bei wenigen Bad Sectors auf intakter HDD: 95+ Prozent. Bei vielen Bad Sectors aufgrund mechanischen Verschleißes: 70-90 Prozent. Bei großen zerstörten Bereichen kann es Datenverlust geben – wir retten aber meist alles, was noch lesbar ist.
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