Brandschaden Datenrettung: Daten nach Feuer retten
Ein Brand in Büro, Wohnung oder Serverraum ist eine Katastrophe – nicht nur emotional, sondern auch wegen der oft unwiederbringlichen Daten. Doch selbst nach einem Feuer ist Datenrettung in vielen Fällen möglich. Datenträger sind häufig robuster als gedacht: Magnetscheiben halten Temperaturen stand, die Gehäuse, Platinen und Köpfe längst zerstört haben.
Wie Hitze und Feuer Datenträger beeinflussen
Festplatten
Magnetscheiben aus Glas oder Aluminium beginnen erst ab etwa 700°C nennenswerten Schaden zu nehmen. Die Schreib-Lese-Köpfe und die Platine sind allerdings deutlich empfindlicher – Kunststoffteile schmelzen, Lötstellen lösen sich, ICs verglühen.
SSDs
NAND-Flash-Chips halten Hitze bis ca. 200°C noch aus. Darüber wird der Speicher dauerhaft beschädigt. Der Controller dagegen ist viel empfindlicher.
Smartphones
Bei mäßiger Hitze: Akku-Defekte und Display-Schäden. Bei starker Hitze (oberhalb 150°C): NAND-Speicher kann Daten verlieren oder zerstört werden.
Magnetbänder (Backups)
Magnetbänder sind besonders hitzeempfindlich – schon geringe Hitze deformiert das Band. LTO-Cartridges in Brandschränken sind oft trotzdem rettbar.
Sekundärschäden: Ruß, Wasser, Chemikalien
Brände bringen oft Folgeschäden mit sich:
- Ruß und Asche dringen in die Datenträger ein
- Löschwasser von Feuerwehr verursacht Wasserschäden
- Chemische Löschmittel können Korrosion auslösen
- Hitzebedingte Verformung von Bauteilen
Sofortmaßnahmen
- Datenträger nicht trocknen oder reinigen lassen
- Feucht halten (mit Plastiktüte abdecken), wenn vom Löschwasser betroffen
- Nicht einschalten
- Vorsichtig in Polstermaterial verpacken (Vorsicht bei eventuell zerbrochenen Bauteilen)
- So schnell wie möglich einsenden – Korrosion arbeitet rund um die Uhr
Bei Brandschäden können die Kosten der Datenrettung oft über die Hausrat- oder Geschäftsversicherung abgedeckt werden. Lassen Sie sich vor der Beauftragung beraten und holen Sie ggf. die Freigabe der Versicherung ein.
Unser Vorgehen
- Vorsichtige Reinigung der Datenträger
- Reinraum-Eingriff: Inspektion der Magnetscheiben oder NAND-Chips
- Bei Festplatten: Tausch beschädigter Köpfe und Platinen
- Bei SSDs: Chip-off-Verfahren mit Reinigung der Chips
- Sektor-Imaging unter Laborbedingungen
- Datenrekonstruktion und Übergabe
Erfolgsquote
Datenträger in Brandschränken oder bei mäßiger Hitze überlebt: 70-90 Prozent. Direkt verbrannte oder völlig deformierte Datenträger: 20-60 Prozent (sehr fallabhängig). Wir prüfen jeden Fall einzeln in unserer Diagnose (Kostenvoranschlag zum Festpreis von 49 €).
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Auch nach schweren Bränden ist Datenrettung oft möglich.
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