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Sturzschaden Datenrettung: Heruntergefallene Geräte retten

Die externe Festplatte ist vom Schreibtisch gefallen. Das Smartphone ist auf den Boden geknallt. Der Laptop ist aus dem Rucksack gerutscht. Stürze gehören zu den häufigsten Ursachen für Datenverlust – besonders bei mechanischen Festplatten, deren feine Mechanik schon bei kleinsten Erschütterungen Schaden nehmen kann.

Was bei einem Sturz passiert

Bei mechanischen Festplatten (HDD)

Im laufenden Betrieb schweben die Schreib-Lese-Köpfe Nanometer über den Magnetscheiben. Ein Stoß kann sie auf die Scheibe schlagen lassen – sofortiger Headcrash mit Datenverlust auf den betroffenen Spuren. Selbst Stürze im ausgeschalteten Zustand können die Köpfe deformieren oder die Scheiben dejustieren.

Bei SSDs

SSDs haben keine bewegten Teile, sind aber dennoch nicht unverwüstlich: Spannungsspitzen durch den Aufprall können den Controller zerstören, Lötstellen brechen, BGA-Kontakte unter dem Controller-Chip lösen sich.

Bei Smartphones und Tablets

Display kaputt, Mainboard verbogen, Speicher-IC vom Mainboard gelöst. Auch wenn das Gerät noch startet: Folgeschäden durch Mikrobrüche treten oft erst Tage später auf.

Symptome nach einem Sturz

⚠️ Sofortmaßnahmen bei Sturzschaden

1. Gerät ausschalten – nicht weiter benutzen
2. Bei Festplatten: keinesfalls weiter laufen lassen, wenn Klick-Geräusche zu hören sind
3. Daten auf KEINEN Fall mit chkdsk oder ähnlichen Tools "reparieren"
4. Einsenden, ohne weiter zu testen

Wie wir Sturzschäden retten

Festplatten

Reinraum-Eingriff zum Tausch der Schreib-Lese-Köpfe (sofern noch nötig). Eventuell Tausch des Aktuators oder der Spindelmechanik. Anschließend schonende Sektor-Image-Erstellung.

SSDs

Mikroskopische Inspektion auf Lötstellen, gegebenenfalls Reballing der BGA-Komponenten oder Chip-off-Verfahren am NAND.

Smartphones

Mainboard-Reparatur oder Auslesen des Speichers per Chip-off-Verfahren. Bei iPhones mit schwer gestörter Logik: erweiterte Reparaturmaßnahmen am SoC.

Erfolgsquote

HDD mit leichtem Sturz: 80-95 Prozent. HDD mit Headcrash nach Sturz: 70-90 Prozent. SSD mit Sturzschaden: 70-90 Prozent. Smartphone-Sturz: stark vom Ausmaß abhängig, typisch 60-90 Prozent.

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